Die Windmühle

Windmühlen umgibt ein geheimnisvoller Zauber. Es bewegt sie etwas, was man weder schmecken noch sehen, nur fühlen kann. Säuselnd als Sommerhauch, heftig als Herbststurm kommt der Wind daher und treibt die Mühle an. Sie lässt erscheinen, was sich dem Gefühl erschloss.

Launisch und geheimnisvoll wie der Wind sind auch die Gefühle der Menschen. Es ist eine Energie, die selbst in der sichtbaren Welt als vorwiegend unsichtbar erscheint. Sich ihr zu widersetzen, hieße mit Windmühlen kämpfen. Das geziemte einem Don Quijote, aber einem Dülkener Narrenakademiker?

Nein, sie versammeln sich an der Mühle, reiten ihre Steckenpferde und lassen sich im Großen Weisheitssaal erleuchten. Doch so manches Licht erlischt nicht nur vom Wind, sobald sie ihn verlassen, die Treppe hinuntersteigen und wieder festen Boden betreten. Aber man kann ja wiederkommen.

Für die Gestaltung der Tafel wurde die Radierung aus der KURIOSA, Bd. 2 von 1829 verwendet. Das Foto unten rechts zeigt den Großen Weisheitssaal vor der Umgestaltung von 2021.